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Ratgeber · Zusammenarbeit

Digitalagentur auswählen: zehn Fragen, die Sie im Erstgespräch stellen sollten

Drei Angebote, drei völlig verschiedene Preise, und niemand kann beurteilen, was man dafür bekommt. So läuft die Suche nach einem Digitalpartner in den meisten Betrieben. Die Preise sind aber selten das Problem, sondern die fehlende Vergleichbarkeit. Mit den folgenden zehn Fragen machen Sie Angebote vergleichbar, ganz gleich, ob es um eine Website, Software, KI oder Werbung geht.

Vorher: drei Dinge, die Sie selbst klären sollten

Ohne diese drei Antworten wird jedes Angebot ein Ratespiel:

  1. Was soll passieren? Mehr Anfragen, mehr Bewerbungen, weniger Bürozeit, ein geordneter Ablauf. Ein Ziel, messbar formuliert.
  2. Wer entscheidet? Eine Person im Betrieb mit Zeit und Befugnis. Projekte mit drei gleichberechtigten Meinungen dauern doppelt so lang.
  3. Welches Budget ist realistisch? Sie müssen keine Zahl nennen, sollten aber eine Größenordnung im Kopf haben. Richtwerte für Websites stehen hier.

Die zehn Fragen

1. Wem gehören am Ende Domain, Zugänge, Daten und Quellcode?

Die einzige richtige Antwort ist: Ihnen. Alles andere ist eine Abhängigkeit, die Sie später teuer bezahlen.

2. Was genau ist im Preis enthalten und was nicht?

Seitenanzahl oder Funktionsumfang, Texte, Bilder, Anzahl der Korrekturrunden, Schulung, Übergabe. Was nicht im Angebot steht, wird später zur Zusatzrechnung.

3. Wer schreibt die Texte?

Der häufigste Grund für Verzögerungen. Klären Sie verbindlich, ob Sie liefern oder die Agentur schreibt, und was es kostet, wenn sie es tut.

4. Wie sieht die Betreuung nach dem Start aus?

Updates, Sicherheit, Backups, kleine Änderungen, Reaktionszeit bei Störungen. Fragen Sie nach einem Preis pro Monat und danach, wer erreichbar ist, wenn etwas ausfällt.

5. Woran messen wir nach drei Monaten, ob es funktioniert hat?

Eine gute Agentur nennt Kennzahlen: Anfragen, Bewerbungen, gesparte Stunden. Wer nur über Design und Gefallen spricht, wird das Ergebnis später nicht belegen können.

6. Zeigen Sie mir ein vergleichbares Projekt und dessen Ergebnis?

Nicht nur Bilder, sondern was es gebracht hat. Und die Erlaubnis, beim Kunden nachzufragen.

7. Wer arbeitet tatsächlich an dem Projekt?

Bei kleinen Anbietern: dieselbe Person, die im Gespräch sitzt. Bei größeren: fragen Sie nach dem Ansprechpartner und danach, ob Teile weitergegeben werden.

8. Wie gehen Sie mit unseren Daten um?

Auftragsverarbeitungsvertrag, Hosting in der EU, Zugriffsrechte. Bei KI-Projekten zusätzlich: Wird mit unseren Daten trainiert, und wo liegen sie? Ein Anbieter, der diese Fragen nicht sofort beantworten kann, hat sie nicht bedacht.

9. Was passiert, wenn wir mitten im Projekt aussteigen wollen?

Fragen Sie nach Kündigungsfristen, Teilabnahmen und dem Umgang mit bereits gelieferten Teilen. Seriöse Anbieter arbeiten in Stufen, die man einzeln beenden kann.

10. Wovon würden Sie mir abraten?

Die wichtigste Frage von allen. Wer auf alles Ja sagt, verkauft. Wer Ihnen von etwas abrät und erklärt, warum, denkt mit.

Warnzeichen

  • Garantierte Zahlen. Wer eine feste Anzahl an Anfragen oder Platz eins bei Google verspricht, kann das nicht halten.
  • Druck im Erstgespräch. Angebote, die nur heute gelten, sind ein Verkaufstrick.
  • Preis ohne Rückfragen. Wer Ihnen eine Website anbietet, ohne Ihr Ziel und Ihre Ausgangslage zu kennen, verkauft eine Vorlage.
  • Kein Zugang zu den eigenen Konten. Werbekonten und Website müssen in Ihrem Besitz sein, nicht in einem Sammelkonto.
  • Alles aus einer Hand, ohne Belege. Website, Software, KI, Werbung und Recruiting kann ein Anbieter abdecken, sollte dafür aber je Bereich echte Projekte zeigen.

Warum wir das öffentlich hinschreiben

Weil wir diese Fragen selbst beantworten müssen und wollen. Sie bekommen bei uns Domain, Zugänge und Quellcode, eine Leistungsbeschreibung mit Umfang und Preis, eine Empfehlung mit Begründung und die klare Aussage, wenn etwas nicht sinnvoll ist. Ein Teil unserer Erstgespräche endet mit dem Rat, zuerst etwas anderes zu tun oder bei der bestehenden Lösung zu bleiben.

Häufige Fragen

Ist regional besser als groß und weit weg?

Regional hat den Vorteil, dass jemand vorbeikommt, Ihre Branche und Ihren Arbeitsmarkt kennt. Wichtiger ist aber, ob der Anbieter Ihre Art von Projekt schon gemacht hat.

Was kostet ein Erstgespräch?

Bei uns nichts. 30 Minuten, in denen wir Ihr Ziel klären und Ihnen sagen, was wir empfehlen. Danach erhalten Sie einen Vorschlag mit Leistungsumfang, Zeitplan und Preis.

Können Sie ein laufendes Projekt übernehmen?

Ja, wenn Zugänge und Daten verfügbar sind. Wir prüfen zuerst den Stand und sagen ehrlich, ob Weiterführen oder Neuaufbau günstiger ist.

Kostenlos und unverbindlich

Sollen wir das für Ihren Betrieb durchrechnen?

Im kostenlosen Erstgespräch (30 Minuten) schauen wir auf Ihre konkrete Situation und sagen Ihnen ehrlich, was sich lohnt und was nicht. Danach bekommen Sie einen Vorschlag mit Preis.

Ing. Michael TraxlerIng. Michael Traxler · Geschäftsführer

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