←︎ Alle Ratgeber-Artikel

Ratgeber · Digitales Recruiting

Social-Media-Recruiting für Handwerk und Industrie: So läuft eine Kampagne ab, die Bewerbungen bringt

Die besten Fachkräfte suchen nicht. Sie haben einen Job, sind halbwegs zufrieden und lesen keine Stellenanzeigen. Erreichen kann man sie dort, wo sie ihre Pausen verbringen: auf Facebook, Instagram und TikTok. Genau das macht Social-Media-Recruiting, und es ist der Grund, warum Betriebe aus Industrie, Handwerk und Technik seit Jahren damit ihre Teams füllen. Hier der Ablauf, so wie wir ihn mit über 100 Unternehmen umgesetzt haben.

Warum Jobportale im Handwerk oft nicht reichen

Auf einem Jobportal konkurriert Ihre Anzeige mit hunderten anderen um die wenigen Menschen, die aktiv suchen. Im Handwerk und in der Industrie ist dieser Anteil klein. Der große Rest, die sogenannten passiv Suchenden, sieht Ihre Anzeige nie. Social Media dreht das um: Die Anzeige kommt zum Menschen, im Umkreis von 30 Kilometern um Ihren Standort, mit einem Foto aus Ihrem Betrieb statt einem Stockbild.

Der Ablauf in sechs Schritten

  1. Analyse. Welche Stelle, welche Region, welche Zielgruppe? Was macht Ihren Betrieb attraktiv: Vier-Tage-Woche, Firmenwagen, Weiterbildung, ein gutes Team? Ohne ehrliche Antwort darauf gibt es keine gute Kampagne.
  2. Werbemittel. Kurze Videos und Bilder aus dem echten Arbeitsalltag, mit echten Mitarbeitern. Kein Hochglanz. Das ist der Teil, der über Erfolg entscheidet.
  3. Kampagne. Anzeigen auf Facebook und Instagram, je nach Zielgruppe auch TikTok, regional ausgesteuert, mit klarer Botschaft und einem Klick zur Bewerbung.
  4. Bewerbungsstrecke. Statt Lebenslauf und Anschreiben beantwortet der Interessent in zwei Minuten am Handy fünf Fragen. Die Hürde ist bewusst niedrig.
  5. Vorqualifizierung. Die Antworten werden geprüft, die passenden Bewerber telefonisch kontaktiert und für ein Gespräch im Betrieb terminiert.
  6. Bewerberportal. Sie sehen alle Bewerbungen strukturiert in unserem Portal, mit Status, Notizen und Terminen. Kein E-Mail-Chaos.

Wie lange es dauert und was es kostet

Eine Kampagne läuft typischerweise vier bis sechs Wochen. Die ersten Bewerbungen kommen meist in der ersten Woche. Die Kosten bestehen aus zwei Teilen: dem Werbebudget, das direkt an die Plattformen geht, und der Dienstleistung für Konzept, Werbemittel, Kampagnenführung und Vorqualifizierung. Beides hängt von Region, Beruf und Zahl der Stellen ab; für einen Elektriker im Weinviertel ist das etwas anderes als für zehn Schweißer in Linz. Im Erstgespräch nennen wir Ihnen einen konkreten Rahmen.

Zum Vergleich: Eine unbesetzte Fachkraftstelle kostet einen Betrieb pro Monat Umsatz, Überstunden und oft einen Auftrag, den er ablehnen muss. Daran sollten sich die Kampagnenkosten messen.

Die häufigsten Fehler

  • Stockfotos. Menschen erkennen gestellte Bilder sofort. Ein wackeliges Handyvideo vom echten Team schlägt jedes Agenturfoto.
  • Bewerbung nur mit Lebenslauf. Wer am Handy in der Pause erst Unterlagen zusammensuchen muss, bricht ab.
  • Langsame Rückmeldung. Ein Bewerber, der drei Tage nichts hört, hat inzwischen woanders zugesagt. Rückmeldung innerhalb von 24 Stunden ist Pflicht.
  • Unklare Botschaft. „Wir suchen motivierte Mitarbeiter (m/w/d)“ sagt nichts. „Elektriker für Kundendienst, Firmenwagen zur Privatnutzung, keine Montage“ sagt alles.
  • Kampagne ohne Betrieb dahinter. Wenn das Gespräch im Betrieb schlecht läuft, hilft die beste Kampagne nichts. Wir bereiten deshalb auch das Erstgespräch mit vor.

Für welche Betriebe es sich eignet

Besonders gut für Betriebe mit regionalem Einzugsgebiet und Berufen, die auf Jobportalen unterrepräsentiert sind: Elektrik, Installation, Metallbau, Aufzugstechnik, Produktion, Logistik, Pflege, Gastronomie. Unsere Fallstudien mit Betrieben aus Industrie und Aufzugstechnik zeigen, wie so eine Kampagne konkret aussieht.

Häufige Fragen

Muss ich selbst Videos drehen?

Nein. Wir drehen mit Ihnen vor Ort oder leiten Sie an, mit dem Handy selbst kurze Aufnahmen zu machen. Echte Mitarbeiter im echten Betrieb wirken am besten.

Was ist mit Datenschutz bei den Bewerberdaten?

Bewerberdaten werden in unserem Bewerberportal in der EU verarbeitet, nur für den Bewerbungsprozess verwendet und nach Abschluss fristgerecht gelöscht. Die Bewerber stimmen dem zu Beginn der Bewerbungsstrecke zu.

Funktioniert das auch für Bürojobs?

Ja, mit angepasster Ansprache und Plattformwahl. Für Fachkräfte mit Hochschulabschluss kommt LinkedIn dazu.

Kostenlos und unverbindlich

Sollen wir das für Ihren Betrieb durchrechnen?

Im kostenlosen Erstgespräch (30 Minuten) schauen wir auf Ihre konkrete Situation und sagen Ihnen ehrlich, was sich lohnt und was nicht. Danach bekommen Sie einen Vorschlag mit Preis.

Ing. Michael TraxlerIng. Michael Traxler · Geschäftsführer

Weiterlesen

NeukundengewinnungWas kostet Werbung auf Facebook und Instagram? Meta-Ads-Budget für kleine und mittlere BetriebeWerbebudget, Betreuung und Kosten pro Anfrage: Womit Betriebe bei Meta Ads rechnen müssen, welches Mindestbudget sinnvoll ist und wie Sie ausrechnen, ob sich eine Kampagne für Sie lohnt. · 4 Min. Lesezeit · Lesen ↗︎WebsitesWebsite bringt keine Anfragen: die acht häufigsten Ursachen und was wirklich hilftDie Website ist online, sieht gut aus, und trotzdem kommt nichts. Die acht Ursachen, die wir in der Praxis am häufigsten finden, wie Sie messen, welche bei Ihnen zutrifft, und in welcher Reihenfolge Sie vorgehen. · 4 Min. Lesezeit · Lesen ↗︎ZusammenarbeitDigitalagentur auswählen: zehn Fragen, die Sie im Erstgespräch stellen solltenWoran Sie einen guten Partner für Website, Software, KI oder Werbung erkennen: zehn konkrete Fragen, die Warnzeichen dahinter und was Sie selbst klären sollten, bevor Sie Angebote einholen. · 4 Min. Lesezeit · Lesen ↗︎